Leichte Sprache - HörErlebnis Kyffhäuser (1) Boykott in Roßleben
Diese Geschichte ist über das Dorf Roßleben.
In Roßleben gab es früher ein Kloster.
Das Kloster und das Dorf hatten lange Streit.
Eine Schule gab es nur im Kloster.
Die Kinder aus dem Dorf konnten lange nicht zur Schule gehen.
Später hat der Pfarrer im Dorf eine eigene Schule gemacht.
Der Kirch-Turm im Dorf hat Uhren an 3 Seiten.
Zum Kloster hin gibt es keine Uhr.
Das war eine kleine Rache vom Dorf.



HörErlebnis Kyffhäuser (1) Boykott in Roßleben
Keine Uhr fürs Kloster
Seit der Pest um 1600 lagen Kloster und Dorf Roßleben über Kreuz – und die Dorfkinder hatten das Nachsehen, denn eine Schule gab es nur im Kloster. Die Geschichte erzählt, wie das Dorf doch noch zu seiner Schule kam und warum der Kirchturm nur an drei Seiten Uhren hat.
Text zum Mitlesen
Ewig war Ärger zwischen dem Kloster und dem Dorf Roßleben. Angefangen hat es mit dem Ausbruch der Pest bald nach 1600. „Könnt ihr nicht auch in der Dorfkirche predigen, damit ihr nicht die Pest hin und her tragt?“, sprach der Dorfpatron zu den Priestern im Kloster. Großes Gemurre. „Nun, klar: Dann richten Sie doch ’ne Pfarrstelle ein im Dorf, dann kommen wir.“ Wollte der Dorfpatron nicht. Lange nicht. Wer hatte das Nachsehen? Die Dorfkinder. Denn eine Schule gab es nur im Kloster.
Aber als es dann schließlich die Dorfkirche gab, sagte sich der Dorfpfarrer: „Ich mach mir meine eigene Schule selbst.“ Von da an gab es in Roßleben doch eine Schule. Und eine kleine Rache vom Dorf auch. Sehen Sie: Der Turm der Dorfkirche hat an drei Seiten Uhren, nur nicht an der Seite zum Kloster hin.

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