Leichte Sprache - HörErlebnis Kyffhäuser (38) Damals, zur Einweihung des Denkmals
Diese Geschichte ist über das Kyffhäuser-Denkmal.
Man hat das Denkmal im Jahr 1896 eröffnet.
Zur Eröffnung sind 30.000 Menschen gekommen.
Auch der Kaiser ist gekommen.
Die Menschen sollten Würstchen essen.
So viele Würstchen konnte man nicht auf einmal machen.
Darum hat ein Fleischer die Würstchen in Dosen gemacht.
So gab es zum ersten Mal Würstchen in der Dose.



HörErlebnis Kyffhäuser (38) Damals, zur Einweihung des Denkmals
Zur Einweihung des Kyffhäuser-Denkmals am 18. Juni 1896 wurden 30.000 Gäste erwartet – und damit alle satt wurden, kamen die Würstchen von Friedrich Heine aus Halberstadt in die Dose. Außerdem geht es um die Rede des Kaisers und darum, warum auch Barbarossa am Denkmal verewigt ist.
Text zum Mitlesen
– Hm, gut, dass das Kyffhäuser-Denkmal gebaut wurde, sonst wären diese leckeren Würste vielleicht nie in die Dose gekommen.
– Wieso?
– Na, zur Eröffnungsfeier des Kyffhäuser-Denkmals am 18. Juni 1896 sollen sich 30.000 Leute angekündigt haben. Kaiser Wilhelm II., der der Enkel vom Reiter dort oben war, mit seinem Gefolge. Die Kriegervereine, die die Idee für dieses Denkmal hatten, aber auch Leute aus der Bevölkerung natürlich, die neugierig waren, was es da zu sehen gab. Na ja, ist klar, dass der Kaiser fürstlich gespeist hat, mit Menü und so, aber alle anderen, die wollten eben auch was essen, und da sollte es Würstchen geben. Die sollte der Friedrich Heine aus Halberstadt liefern, aber so viele Würste konnte der in seiner kleinen Küche gar nicht auf einmal produzieren. Also hat er sie in Dosen eingemacht und auf Vorrat hergestellt.
– Aha. Und weißt du auch, was neben den Würstchen noch so auf dem Programm stand?
– Nee.
– Natürlich hat der Kaiser eine Rede gehalten, weil er ganz stolz war auf das fertige Denkmal. Nach immerhin sechs Jahren Bauzeit. Er hoffte, dass dieses Riesendenkmal die Leute beeindrucken und in ihnen den Glauben an die Macht des Kaisers festigen würde. Zur Sicherheit haben sie nicht nur den Kaiser Wilhelm reiten lassen, sondern auch den Barbarossa verewigt. Den Rotbart mochten die Leute nämlich, weil er ein paar hundert Jahre früher schon einmal das Deutsche Reich geeint hatte. Die Bauherren nutzten also einen geschichtsträchtigen Ort und den Mythos um den Kaiser Barbarossa für ihre Zwecke. Man sagte auch: „der Weißbart auf des Rotbarts Thron“.
– Und hat der Kaiser auch von der Wurst probiert?
– Hm, also ich an seiner Stelle hätte mir das nicht entgehen lassen.

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