Leichte Sprache - HörErlebnis Kyffhäuser (48) Orangerie
Diese Geschichte ist über die Orangerie in Bendeleben.
Eine Orangerie ist ein Haus für Pflanzen.
Im Winter stehen dort Zitronen-Bäume und Orangen-Bäume.
Im Sommer stehen die Bäume draußen.
Dann feiert man in der Orangerie Feste.
Ein reicher Kaufmann hat die Orangerie gebaut.
Er hieß Johann Jakob von Uckermann.



HörErlebnis Kyffhäuser (48) Orangerie
Der letzte Schrei
Der Kaufmann Johann Jakob von Uckermann ließ in Bendeleben die alte Burg abreißen und eine Orangerie bauen: im Winter Quartier für die Zitrusbäume, im Sommer Festsaal für Empfänge – ein seltenes Bauwerk des Rokoko.
Text zum Mitlesen
Als der reiche Kaufmann Johann Jakob von Uckermann für sich und seine Familie ein repräsentatives Zuhause sucht, stößt er geradezu auf ein Schnäppchen: das Rittergut Bendeleben. Die alte, marode Burg reißt er ab, ratzfatz, baut ein neues herrschaftliches Wohnhaus, und daneben setzt er was ganz Modernes: eine Orangerie.
„Das schöne Gebäude soll extra für unsere Topfpflanzen sein?“, fragt Frau von Uckermann entzückt. Der Gatte nickt. „Aber im Sommer müssen sie raus“, bemerkt sie. „Die italienischen Bäumchen brauchen schließlich auch frische Luft, und wir brauchen den Raum dringend als würdigen Rahmen für unsere Empfänge.“ Der Gatte nickt wieder.
So gewinnen die Uckermanns einen Festsaal, ein Winterrefugium für ihre Zitrusbäume und den Ruhm, die einzige noch heute erhaltene Orangerie des Rokoko in Deutschland errichtet zu haben.

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